Warndreieck: Tipps zum Kauf und zur Verwendung

Das Mitführen von Warndreiecken ist inzwischen in allen europäischen Ländern Pflicht. Bei der Anschaffung sollte aber nicht nur auf den Preis geachtet werden, sondern auch auf die Qualität. Schließlich ist das Warndreieck bei einem Unfall von wichtiger Bedeutung.

Vor allem auf Landstraßen und Autobahnen oder auch bei Dunkelheit sind die Minuten nach einem Unfall manchmal gefährlicher als der Unfall selbst. Die Unfallstelle muss gesichert werden um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Hier kommt dem Warndreieck eine entscheidene Bedeutung zu. Für die gesetzliche Verpflichtung ein Warndreieck mitzuführen, gibt es also gute Gründe. Bei einer notwendigen Anschaffung sollte man daher nicht irgendein Warndreieck wählen, sondern vielmehr auf eine ausreichende Qualität achten.

Normalerweise interessiert sich wohl niemand für ein Warndreieck in einem Auto. Wenn es dann aber mal zu einem Unfall kommt, dann ist das reflektierende Dreieck extrem wichtig für die Sicherheit. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer werden dadurch gewarnt und bringen die Fahrer so dazu, ihr Tempo zu reduzieren. Das kann für Sie selbst und für mögliche Rettungskräfte am Unfallort entscheidend sein. - Ein neues Warndreieck sollte unbedingt einen stabilen Stand haben, damit es beim ersten kleinen Windstoß nicht sofort umfällt.

Warndreieck aufstellen: So machen Sie es richtig

Entnehmen Sie das Warndreieck außerhalb der Gefahrenzone seiner Verpackung und entfalten sie es vollständig. Um zu verhindern, dass man es später vergisst einzupacken, sollte man die Verpackung auf den Fahrersitz legen.

Nun geht man, das Warndreieck vor sich tragend, am äußersten Rand oder neben der Fahrbahn (wenn vorhanden: hinter einer Leitplanke) dem Verkehr entgegen. Idealerweise sollte man dabei auch eine Warnweste anziehen. Hilfreich ist es auch, die Schritte oder auf Autobahnen den Abstand der Leitpfosten (Abstand je 50 m) zu zählen.

Entfernung

Die nötige Entfernung zur Unfall- oder Pannenstelle ergibt sich aus der Geschwindigkeit des Verkehrs und den örtlichen Gegebenheiten (vor oder hinter Kuppen, Senken und Kurven). Grundsätzlich ist ein angemessener Abstand zu wählen, wobei von Fachleuchten unterschiedliche Entfernungen empfohlen werden:

  • Berufsgenossenschaftliche Vorschriften: bei schnellem Verkehr in einer Entfernung von ca. 100m, auf Autobahnen in einer Entfernung von mindestens 150 bis 400m, ausreichend weit vor einer Kurve bzw. Kuppe
  • ACE - Auto Club Europa e. V.: 150 bis 300m
  • ADAC: 200m

Auf Schnellstraßen und Autobahnen kann es sinnvoll sein, zur Überbrückung des Abstandes zur Unfall- oder Pannenstelle ein zweites Warndreieck oder eine Warnleuchte einzusetzen. Auf Autobahnen sollte das Warndreieck bei einem Unfall am Rand des rechten Fahrstreifens und bei einer Pannenstelle am Rand des Standstreifens aufgestellt werden.

Wenn ein weiteres Warndreieck zur Verfügung stehen, sollte bei Straßen mit Gegenverkehr auch dieser entsprechend gewarnt werden.

Bei der Rückkehr zur Unfall- oder Pannenstelle sollte man wieder am äußersten Rand oder neben der Fahrbahn gehen.

Quelle: wikipedia.de, t-online.de